Stück: „Der ewige Spießer“ von Ödön von Horvath Bühne: Theater für Niedersachsen Inszenierung: Michael Stacheder Bühne und Kostüm: Moni Gora Ensemble: Camila Cordero, Nina Carolin, Ole Riebesell, Manuel Klein, Martin Schwartengräber, Simone Mende Fotos: Clemens Heidrich Rolle: Josef Reithofer, u.a.
München, 1929. Die Weltwirtschaftskrise beherrscht den Alltag. In satirischen Skizzen lernen wir verschiedene Beispiele des Typus Spießer kennen – laut Horváth immer angepasst, immer egoistisch handelnd. Wie zum Beispiel Alfons Kobler, ein nicht gerade sympathischer Autoverkäufer, der sein mehr oder weniger ergaunertes Geld in eine Reise nach Barcelona investiert, um sich dort eine reiche Frau zu angeln; Anna Pollinger, eine arbeitslose Näherin und ehemalige Geliebte Koblers, die irgendwann beschließt, »praktisch« zu werden und sich für Liebesdienste nur noch bezahlen zu lassen; der arbeitslose Josef Reithofer, der zwar auch ein »Mistvieh« ist, aber trotzdem etwas Gutes tun will. Sie alle vereint, dass sie sich irgendwie »durchwurschteln« und anpassen an eine Welt, in der Menschlichkeit neben Profitgier, Ansehen und Erfolgswahn nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.
Hildesheimer Allgemeine Zeitung:„…Das große Plus des Stückes ist das Ensemble…Alle sieben schlüpfen souverän in unterschiedlichste Rollen und erwecken die vielen Figuren mit starken schauspielerischen Leistungen zum Leben. Man mag niemanden hervorheben – es ist einfach eine beeindruckende Teamleistung…“ Ralf Neite